Wochenende an der Mosel

Stationen an diesem Wochenende:
Senheim, BurgThurant in Alken, Schloss Liebieg, Kobern-Gondorf

Wie immer haben wir in Cochem gewohnt.
An diesem Wochenende haben wir uns nicht viel in Cochem aufgehalten, denn es gibt auch noch andere schöne Orte an der Mosel zu entdecken.Leider hatten wir wie immer, viel zu wenig Zeit!


Als erstes möchte ich über Ort  Senheim berichten und einige Fotos zeigen.
Wir waren an einem Sonntag da, leider war das Museum geschlossen.
Man  sollte sich vorher auf der Webseite über die Öffnungszeiten informieren, sonst steht man wie wir vor verschlossenen Türen. 😥
Hier geht es zum Weinmuseum.

Schade wir hätten gerne das Weinmuseum besichtigt, aber der Ort selbst ist auch sehenswert und hat uns für das geschlossene Weinmuseum entschädigt.

 

 


Der folgende Artikel basiert auf dem Artikel Senheim aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

Der Ort liegt an beiden Ufern der Mosel. Das eigentliche Senheim liegt am rechten Ufer, zu Füßen des Hunsrück, der wesentlich kleinere Ortsteil Senhals auf der linken Eifel-Seite des Flusses. Beide Ortsteile sind seit 1967 durch eine Brücke verbunden.
Erste Aufzeichnungen aus dem Jahr 1067 belegen die Existenz von Besitztümern der Kölner Kirche in Senhals. Senheim wird erstmals im Jahre 1140 urkundlich erwähnt.
Senheim war zusammen mit Senhals und Grenderich „dreiherrig“, d. h. sein Territorium teilten sich drei Landesherren und übten die Landeshoheit gemeinschaftlich aus:

  • der Kurfürst von Trier
  • der Graf von Sponheim
  • der Herren von Braunshorn- Metternich- Beilstein.

Senheim-Senhals war im Mittelalter ein wichtiger Flussübergang im Zuge der Handelsstraße, die aus den Niederlanden kommend durch die Eifel über Senheim, den Hunsrück nach Frankfurt am Main und Augsburg führte. Auch in der Vor- und Frühgeschichte war diese Strecke bereits in Benutzung. Die Trasse über den Hunsrück wird heute als Wanderweg Keltenweg Nahe–Mosel beworben und vermarktet). Die Senheimer lebten schon im Mittelalter vom Weinbau und Landwirtschaft (Rottwirtschaft. Aus der kurtrierischen Steuerstatistik aus dem Jahre 1702 ist ersichtlich, dass der Weinbergsbesitz in den Händen der Kirche und des Adels auf 300.000 Stock geschätzt wurde. 200.000 Stock waren Senheimer Güter in Besitz der Winzer. Der Sponheimische Besitz ist mit 100.000 Stock angegeben.

Ab 1780 war Kurtrier alleiniger Landesherr. Während der Koalitionskriege wird die Region 1794 durch französische Revolutionstruppen besetzt. Senheim gehörte von 1798 bis 1814 zum Kanton Zell im französischen Rhein-Mosel-Département. Durch die Neuaufteilung beim Wiener Kongress wurde der Ort 1815 dem Königreich Preußen zugeordnet. Senheim wurde Sitz einer Bürgermeisterei im Kreis Zell.

Das Senheim des 17. und 18. Jahrhunderts mit seinen Befestigungsmauern, Türmen, Zinnen und Toren, mit der großen Zahl stattlicher Adels- und Klosterhöfe fand am 13. August 1839 ein jähes Ende: ein Großbrand legte innerhalb kurzer Zeit den mittelalterlichen Ort in Schutt und Asche. 106 Wohnhäuser, 22 Kelterhäuser und 7 Scheunen brannten nieder. Die katholische Kirche, erbaut 1075, mit dem prächtigen Barockaltar von Januarius Zick und das Pfarrhaus sowie der Wohnturm Senheim überstanden die Feuersbrunst .


Alken


Der zweite Ort genauer gesagt ist die Burg Thurant in Alken.

Diese Burg ist nicht so überlaufen wie die Reichsburg in Cochem.
Der Eintrittspreis von 3,50 € pro Person ist für das, was geboten wird, vollkommen o. k.

Auf der Burg gibt es Kaffee und Kuchen zu ganz normalen Preisen.
Man erreicht die Burg entweder zu Fuß oder mit dem Pkw.
Die Straße die hoch führt ich stellenweise sehr schmal.
Es passen keine zwei PKWs nebeneinander, aber es gibt genug Ausweichstellen.
Parkplätze gibt es vor der Burg nicht sehr viele.

Wer in Ruhe eine Burg besichtigen will und einen wunderschönen Ausblick  bei  Kaffee und Kuchen genießen will ist hier genau richtig.

Wir waren an einem Montag da.
Vorteil ……. wenig Besucher man konnte in Ruhe die Burg besichtigen.

Unser Fazit es lohnt sich auf jeden Fall . Unbedingt besuchen!!!!!!

 

Der folgende Artikel basiert auf dem Artikel Burg Thurant aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

Die Ruine der Burg Thurant (auch Thurandt) steht auf einem breiten Bergsporn aus Schiefer hoch über dem Ort Alken an der Mosel. Sie liegt im Landkreis Mayen-Koblenz (Rheinland-Pfalz) und gehört zum Typus der Spornburgen. Eine Besonderheit sind – neben der Lage an der steilen Talschulter – die Weingärten auf der Sonnenseite.

Ab der Mitte des 13. Jahrhunderts waren die Erzbistümer von Köln und Trier gemeinsame Eigentümer der Anlage und ließen ihren jeweiligen Anteil von Burggrafen verwalten. Jede Hälfte besaß deshalb einen eigenen Bergfried, eigene Wohn- und Wirtschaftsgebäude sowie einen separaten Eingang.

Seit Beginn des 16. Jahrhunderts verfiel die Doppelburg allmählich und wurde durch Zerstörungen während des Pfälzischen Erbfolgekriegs gänzlich zur Ruine. Robert Allmers (1872–1951) aus Varel, Mitbegründer der dortigen Hansa-Automobil Gesellschaft und ab 1914 Direktor der Bremer Hansa-Lloyd-Werke, erwarb die Anlage im Jahr 1911 und ließ sie zum Teil wieder aufbauen. Die Burg befindet sich heute noch in privatem Besitz, kann aber von März bis Mitte November gegen Entgelt besichtigt werden. Nach dem Denkmalschutzgesetz von Rheinland-Pfalz ist sie ein geschütztes Kulturdenkmal und in der Landes-Denkmallisteeingetragen. Die Gesamtanlage ist als Denkmalzone ausgewiesen. Außerdem ist Burg Thurant ein geschütztes Kulturgut nach der Haager Konvention und mit dem blau-weißen Schutzzeichen gekennzeichnet.

Keramik- und Münzfunde lassen auf eine römische Besiedelung des Bergsporns schließen, die erste urkundliche Erwähnung einer Anlage an diesem Ort datiert aber erst aus dem Jahr 1209

Vermutlich in der Zeit von 1198 bis 1206 ließ Pfalzgraf Heinrich I. der Lange aus dem Adelsgeschlecht der Welfen an der heutigen Stelle eine Wehranlage errichten, um die Ansprüche seines Bruders, Kaiser Otto IV., im Moselgebiet zu sichern. Die Höhenburg benannte er gemäß der Überlieferung[2] nach der Burg Toron bei Tyros im heutigen Libanon, die er mit einem Heer während der Barbarossaschlacht im Dritten Kreuzzug vergeblich belagert hatte.[3] Nachdem Pfalzgraf Heinrich II. der Jüngere ohne männliche Nachkommen 1214 verstorben war, vergab Kaiser Friedrich II. die Burg und den Ort Alken als Reichslehen gemeinsam mit der Pfalz an die staufertreuen Wittelsbacher.

Durch ihre Lage im Trierer Land wurde Burg Thurant aber auch von den Kölner und Trierer Erzbischöfen beansprucht. 1216 gelang es Engelbert I. von Köln, die Anlage gewaltsam einzunehmen. Obwohl Papst Honorius III.gegen dieses Vorgehen protestierte, behauptete Engelbert seine Eroberung bis zu seinem Tod im November 1225, ehe die Burg in den Besitz der Pfalzgrafen bei Rhein zurückkehrte. Otto II. von Bayern setzte anschließend den Ritter Berlewin, genannt Zurn, als Burggrafen ein. Da sich Berlewin aber als Raubritter betätigte und von seiner Burg aus das Trierer Land überfiel, taten sich Arnold II. von Isenburg und Konrad von Hochstadenzusammen und belagerten die Burg ab 1246 in der sogenannten Großen Fehde. 1248 wurde die Anlage durch sie eingenommen und am 17. November des Jahres ein Sühnevertrag unterzeichnet, der heute noch erhalten ist und somit eines der ältesten deutschen Schriftstücke darstellt. In dem Dokument verzichtet die Kurpfalz auf die Burg Thurant und den dazugehörigen Ort Alken zugunsten der beiden Erzbistümer.Westseite der Burg Thurant

Die Erzbischöfe teilten die Anlage in eine Trierer und eine Kölner Hälfte, die durch eine Mauer voneinander getrennt und jeweils durch einen eigenen Burggrafen verwaltet wurden. Jede Hälfte verfügte über einen separaten Eingang, eigene Wohn- und Wirtschaftsgebäude und einen Bergfried, heute Trierer Turm und Kölner Turm genannt. Im 14. und 15. Jahrhundert dienten beide Burgteile nicht nur als Afterlehen, sondern auch als Pfandobjekt. Zu den Adelsgeschlechtern, die seit Beginn des 14. Jahrhunderts über Thurant geboten, zählten unter anderem die Familien von Schöneck, von Winningen, von Eltz und von der Reck. Seit 1495 waren die Herren von Wiltberg einer der Lehnsnehmer. Sie nutzten die bereits 1542 als baufällig bezeichnete Burg als Steinbruch, um sich in Alken das Wiltberg’sche Schloss, auch Wiltburg genannt, zu errichten.

Während des Pfälzischen Erbfolgekriegs kamen 1689 weitere Zerstörungen durch französische Truppen hinzu und ließen die Anlage endgültig zu einer Ruine werden. Nur noch die beiden Bergfriede und ein Wohnhaus aus dem 16. Jahrhundert waren weitgehend unversehrt.

Geheimrat Robert Allmers erwarb die Anlage 1911 und ließ einige ihrer Teile 1915/16 wiederaufbauen. Seit 1973 ist sie gemeinschaftlicher Privatbesitz der Familien Allmers und Wulf.

Der heutige noch erhaltene Original-Baubestand datiert mehrheitlich in die Zeit nach 1248. Der Torbau entstand erst im Zuge eines teilweisen Wiederaufbaus der Burg zu Beginn des 20. Jahrhunderts, während ein Wohngebäude, das sogenannte Herrenhaus, nach seiner Zerstörung im Zweiten Weltkrieg 1960 bis 1962 wiedererrichtet wurde.

Die gesamte Anlage ist von einer Ringmauer umgeben und durch einen Halsgraben auf ihrer Südseite geschützt.


unsere letzten Stationen an diesem Wochenende …..
Schloss Liebieg und Konbern-Gondorf

Der folgende Artikel basiert auf dem Artikel Schloss_Liebieg aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

Als Schloss Liebieg (auch Schloss Liebig) wird seit Ende des 19. Jahrhunderts die Niederburg im rheinland-pfälzischen Gondorf an der Mosel bezeichnet. Das Schloss ist nach ein geschütztes Kulturdenkmal und in der Denkmalliste des Landes Rheinland-Pfalz eingetragen.

Der Ritter Marsilius von Gondorf, Schultheiß in Trier und Münstermaifeld, ließ vermutlich zwischen 1255 und 1272 eine Burg am Ort des heutigen Schlosses errichten. Marsilius aus dem Koblenzer Patriziergeschlecht von der Arken erwarb die Anlage 1322/36. In der Zeit von 1493 bis 1762 war die Eifeler Adelsfamilie Muhl von Ulmen Besitzerin der Burg, bevor sie an die Herren von Hees vererbt wurde.
Nach der Verstaatlichung der Burgruine Ende des 18. Jahrhunderts durch die französische Verwaltung, gelangte die Anlage über den Versteigerungsweg an den Koblenzer Kaufmann Haßlacher und 1830 an den Koblenzer Bankier Simon Clemens. Johann Peter Clemens ließ sie sich 1859/60 von dem Kölner Architekten Vincenz Statz zu einem neugotischen Landsitz umbauen. Um 1900 wurde von der Familie von Liebieg ein neuromanischer Anbau hinzugefügt.

Die im Park 1892 entstandene Kapelle diente ursprünglich als Grablege der Familie von Liebieg. 2010 entschied das Bundesverfassungsgericht, dass die Untersagung des Abrisses der eigentumsrechtlich ausgegliederten Schlosskapelle aus Gründen des Denkmalschutzes rechtmäßig sei.

Seit Anfang der 1990er Jahre ist die Anlage in Privatbesitz und wird für Veranstaltungen sowie die Präsentation von Antiquitäten, modernen Möbeln und Kunst genutzt.


Bilder von Schloss in Kobern-Gondorf:

Fazit:
Der Besuch der Anlage lohnt sich !!!!!!
Parkplätze vorhanden
Eintritt frei

Auch ein Rundgang durch Kobern-Gondorf ist empfehlenswert.

Bilder vom Ort


Die Bundesstraße 416 verläuft durch die Oberburg Gondorf